In der jüngsten Ausgabe von DIE ZEIT online findet sich ein interessanter Artikel mit dem Titel: “Entscheider suchen den Sinn”.

Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen in Führungspositionen sich mit den heutigen Anforderungen überfordert fühlen. Die Studie kommt zu dem Schluß, dass das System Wirtschaftsunternehmen sich verändern muss. Hin zu einer ganzheitlichen Perspektive, weg von der Säulenkarriere hin zu vielfältigen Erfahrungen und Arbeiten in Teams von unterschiedlichen Menschen. Sie empfiehlt auch regelmässiges Coaching und Fragen nach dem Sinn  der jeweiligen Arbeit.

Wenn Sie mich fragen, dass geht in die richtige Richtung, ist aber zu kurz gesprungen.

In meinen Jahren in internationalen Führungspositionen habe ich erlebt, dass der Sinn der Arbeit darin bestand, möglichst schnell viel zu verdienen und zu erreichen, für sich selbst, fürs Unternehmen und wenn nötig auf Kosten anderer und der Umwelt. Selbstwert und Ansehen des Einzelnen und des Unternehmens definierten sich darüber.
Um das zu bewerkstelligen wurden Menschen auf ihre denkenden Fähigkeiten reduziert. Die Folgen davon beschreibt der Artikel in DIE ZEIT sehr deutlich. Die Lösungsansätze der Untersuchung übersehen jedoch den Systemfehler.
Menschen bestehen aus Körper, Geist und Seele. Die Wissenschaft sagt uns heute, dass wir fühlende Wesen sind die denken können und dass unsere intuitiven Fähigkeiten unsere Verstandskapazitäten bei weitem überragen.
Der Fehler in unserem Wirtschaftssytem besteht darin, dass wir es allein auf dem denkenden Teilaspekt des Menschen aufbauen. Den Fehler können wir nur beheben, in dem jeder einzelne zu sich selbst als vollständigem Wesen zurückkehrt.
Alle, die vom heutigen System noch profitieren oder noch nicht physisch oder seelisch darunter kollabiert sind, werden es nicht verändern wollen. Warum auch?
Wenn Sie wollen, dass Sie gesund, zufrieden und sinnerfüllt arbeiten können, dann müssen Sie sich wehren, sich anders entscheiden und verhalten. Setzen Sie Ihre Prioritäten neu und tragen Sie die Konsequenzen davon. Warten Sie nicht darauf, dass andere Ihnen die Verantwortung dafür abnehmen!

Ihre

Martina Violetta Jung

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In dieser Woche hatte die Hamburg School of Business Administration mich freundlicherweise zu einem Podiumsgespräch über Konsum mit dem Titel „Zwischen Macht und Manipulation“ eingeladen. Drei ausgewiesene Experten teilten ihr Wissen mit uns ca. 80 Zuhörern. Und ich möchte mit Ihnen teilen, was wir Zuhörer als Kernthesen mitnahmen, wie angepasst bis rebellisch, sprich wie polar, sich uns die Arbeitswelt in Form der Sprecher präsentierte und was wir daraus für uns mitnehmen können. mehr

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Im Interview mit KGS Hamburg (Ausgabe März 2012)

Der berufliche Weg von Martina Violetta Jung beginnt als 14 Jährige mit der Idee, Jura zu studieren, sie will Richterin zu werden. Denn ein Lehrer von ihr unterrichtet Rechtskunde, wobei es weniger der Inhalt ist, der sie dabei inspiriert, als die Gerechtigkeit, die er lebt. „Er hat auf menschliche Weise Chaos und Streit in Harmonie verwandelt“ sagt die mittlerweile promovierte Juristin mit dem blonden Kurzhaarschnitt. „Ich hatte keine Ahnung, was es heißt, Jura zu studieren. Aber ich bin losgelaufen. mehr

Die Rollen, die wir spielen

22. Februar 2012
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Wer wie ich Bücher schreibt, um Menschen zu inspirieren, bekommt glücklicherweise auch inspirierendes Feedback. Im Februar war alles dabei, von e-Mails, über Telefonanrufe bis zu Menschen, die mich in Hamburg persönlich aufsuchten. Das ist eine der wunderschönen Seiten an meiner Arbeit. So erfahre ich, was meine Worte auslösen. Zwei anrührende Geschichten möchte ich mit Ihnen teilen. Wobei ich um Verständnis bitte, dass ich die Namen geändert habe, um die Privatsphäre zu gewährleisten.

Aus Österreich erhielt ich eine Mail mit folgendem Textauszug: „Ich bin seit 30 Jahren in einem Beruf tätig wo es praktisch keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten gibt (medizinischer Beruf in einem Krankenhaus) und wo das Umfeld alles andere als angenehm ist. (… ) Was aber ist zu tun, wenn der -Peter- in mir nicht mal mehr weiß, wer er nach 30 Jahren Frust ist und wohin sein Weg gehen könnte?mehr

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Prof. Dr. Klaus M. Schwab, Gründer und Organisator des gerade wieder in Davos stattfindenden World Economic Forum, spricht davon, dass das bestehende weltweite Wirtschaftssystem sich in einer Burnout-Falle befinde.

Das System breche zusammen, es sei erschöpft. Mit Denken allein seien die komplexen Probleme nicht mehr zu lösen. Er erhofft sich vom diesjährigen Forum den Anstoß zu einem neuen Führungsmodell. Werte und Visionen seinen von Nöten.

 

Ich sehe die Situation ganzheitlich betrachtet so. Die Krise des Weltwirtschaftssystems ist nur ein Symptom. Die wahre Ursache liegt darin, dass die Menschen, die diese Systeme in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gebaut und heute in ihnen arbeiten, überwiegend vergessen haben, was ein menschliches Wesen ist und wie es denkt, spricht, fühlt und handelt, wenn es als Wesen arbeitet. Nämlich auf der Basis der Einheit von allem was existiert. Die Krise ist also eine des Menschen. Und es ist der Mensch, der die Systeme und die daraus resultierenden Krisen schafft. mehr

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