Mensch sein und die Konsequenzen davon tragen
In der jüngsten Ausgabe von DIE ZEIT online findet sich ein interessanter Artikel mit dem Titel: “Entscheider suchen den Sinn”.
Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen in Führungspositionen sich mit den heutigen Anforderungen überfordert fühlen. Die Studie kommt zu dem Schluß, dass das System Wirtschaftsunternehmen sich verändern muss. Hin zu einer ganzheitlichen Perspektive, weg von der Säulenkarriere hin zu vielfältigen Erfahrungen und Arbeiten in Teams von unterschiedlichen Menschen. Sie empfiehlt auch regelmässiges Coaching und Fragen nach dem Sinn der jeweiligen Arbeit.
Wenn Sie mich fragen, dass geht in die richtige Richtung, ist aber zu kurz gesprungen.
In meinen Jahren in internationalen Führungspositionen habe ich erlebt, dass der Sinn der Arbeit darin bestand, möglichst schnell viel zu verdienen und zu erreichen, für sich selbst, fürs Unternehmen und wenn nötig auf Kosten anderer und der Umwelt. Selbstwert und Ansehen des Einzelnen und des Unternehmens definierten sich darüber.
Um das zu bewerkstelligen wurden Menschen auf ihre denkenden Fähigkeiten reduziert. Die Folgen davon beschreibt der Artikel in DIE ZEIT sehr deutlich. Die Lösungsansätze der Untersuchung übersehen jedoch den Systemfehler.
Menschen bestehen aus Körper, Geist und Seele. Die Wissenschaft sagt uns heute, dass wir fühlende Wesen sind die denken können und dass unsere intuitiven Fähigkeiten unsere Verstandskapazitäten bei weitem überragen.
Der Fehler in unserem Wirtschaftssytem besteht darin, dass wir es allein auf dem denkenden Teilaspekt des Menschen aufbauen. Den Fehler können wir nur beheben, in dem jeder einzelne zu sich selbst als vollständigem Wesen zurückkehrt.
Alle, die vom heutigen System noch profitieren oder noch nicht physisch oder seelisch darunter kollabiert sind, werden es nicht verändern wollen. Warum auch?
Wenn Sie wollen, dass Sie gesund, zufrieden und sinnerfüllt arbeiten können, dann müssen Sie sich wehren, sich anders entscheiden und verhalten. Setzen Sie Ihre Prioritäten neu und tragen Sie die Konsequenzen davon. Warten Sie nicht darauf, dass andere Ihnen die Verantwortung dafür abnehmen!
Ihre
Martina Violetta Jung



